Quiz zum Selbsttest
Erst selbst überlegen, dann auf „Antwort anzeigen“ tippen. Aktives Abrufen prägt Wörter am besten ein.
Frage 1
Was bedeutet „kulminieren"?
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kulminieren — den Höhepunkt erreichen, gipfeln
Die monatelangen Spannungen kulminierten in einem offenen Schlagabtausch auf der Jahresversammlung.
Frage 2
Was bedeutet „die Synekdoche"?
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die Synekdoche — Ersetzung durch einen engeren oder weiteren Begriff derselben Sache
„Deutschland hat gewählt“ (die Wahlberechtigten), „ein kluger Kopf“ (der ganze Mensch).
Frage 3
Was bedeutet „der Status quo"?
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der Status quo — der gegenwärtige Zustand, die bestehende Lage
Die Verhandlung endete ergebnislos – beide Seiten beharrten auf dem Status quo.
Frage 4
Was bedeutet „das Paradigma"?
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das Paradigma — grundlegendes Denkmuster; beispielhaftes Modell, das eine ganze Epoche oder Disziplin prägt
Die Digitalisierung hat das Paradigma der Arbeitswelt verschoben: Präsenz zählt weniger als Ergebnis.
Frage 5
Was bedeutet „subtil"?
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subtil — fein, kaum merklich, mit Feingefühl; nur bei genauem Hinsehen erkennbar
Der Film übt subtile Kritik: keine Parolen, nur vielsagende Blicke und Auslassungen.
Frage 6
Was bedeutet „ostentativ"?
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ostentativ — betont zur Schau gestellt, demonstrativ
Ostentativ legte er die Sportzeitung auf den Konferenztisch, als der Chef von Überstunden sprach.
Frage 7
Was bedeutet „das Klischee"?
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das Klischee — abgegriffene, schablonenhafte Vorstellung oder Wendung
Der Film bedient jedes Klischee des Genres – und ist gerade deshalb ein Kassenerfolg.
Frage 8
Was bedeutet „per se"?
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per se — an sich, aus sich selbst heraus, von Natur aus
Technologie ist per se weder gut noch böse – es kommt auf ihren Gebrauch an.
Frage 9
Was bedeutet „die Kapazität"?
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die Kapazität — (neben Fassungsvermögen:) herausragender Experte, anerkannte Autorität eines Fachs
Als Kapazität auf dem Gebiet der Vulkanologie wurde sie weltweit zu Gutachten herangezogen.
Frage 10
Was bedeutet „kompensieren"?
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kompensieren — ausgleichen, ersetzen, ein Defizit durch etwas anderes aufwiegen
Fehlende Erfahrung kompensierte sie durch akribische Vorbereitung.
Frage 11
Was bedeutet „der Apologet"?
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der Apologet — eifriger Verteidiger einer Lehre oder Position (oft leicht kritisch gefärbt)
Als unkritischer Apologet der Deregulierung übersah er deren Nebenwirkungen jahrelang.
Frage 12
Was bedeutet „die Querelen"?
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die Querelen — andauernde Streitigkeiten, Zwistigkeiten (meist intern)
Interne Querelen lähmten den Vorstand über Monate.
Eloquenz steigern – die 10 wirksamsten Methoden
1
Lesen – aber richtig
Nichts erweitert den Wortschatz verlässlicher als regelmäßiges Lesen quer durch die Genres: Feuilleton, Wissenschaft, Literatur. Entscheidend ist die Vielfalt – jedes Ressort hat sein eigenes Vokabular. Stoßen Sie auf ein unbekanntes Wort: kurz markieren, abends nachschlagen, ins Wörter-Notizbuch.
2
Aktiv verwenden statt passiv sammeln
Ein Wort gehört Ihnen erst, wenn Sie es benutzt haben. Bauen Sie jedes neue Wort binnen 24 Stunden dreimal ein – in eine Mail, ein Gespräch, eine Notiz. Die Lernforschung nennt das den Generierungseffekt: Selbst Erzeugtes bleibt haften, bloß Gelesenes verdunstet.
3
Verteilt wiederholen (Spaced Repetition)
Wiederholen Sie neue Wörter nach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche – genau dafür gibt es hier das Archiv und das Quiz. Verteiltes Lernen ist der am besten belegte Effekt der Gedächtnisforschung: Zehnmal fünf Minuten schlagen einmal fünfzig Minuten um Längen.
4
Aktiv abrufen statt nur anschauen (Testing-Effekt)
Sich selbst abzufragen wirkt stärker als jedes Wiederlesen. Das tägliche Quiz nutzt genau diesen Testing-Effekt: Jeder Abrufversuch – auch ein gescheiterter – festigt die Gedächtnisspur. Machen Sie das Quiz darum am besten erst einige Stunden nach dem Lesen der Tageswörter.
5
Laut lesen und Reden analysieren
Lesen Sie zehn Minuten täglich laut: Das trainiert Artikulation, Atmung und Satzmelodie. Und hören Sie großen Rednern zu – Podcasts, Parlamentsdebatten, Festreden. Achten Sie darauf, wie Profis Pausen setzen, Sätze bauen und Bilder wählen. Was gefällt, wird notiert und übernommen.
6
Schreiben als Sprechtraining
Wer schreibt, spricht in Zeitlupe: Tagebuch, Blog, ausführliche Mails – jede Form zählt. Überarbeiten Sie Geschriebenes einmal gezielt: Füllwörter streichen, Passiv in Aktiv verwandeln, ein blasses Wort durch ein treffendes ersetzen. Diese Redigier-Routine schleift sich in die gesprochene Sprache ein.
7
Nuancen lernen, nicht nur Wörter
Eloquenz heißt: den Unterschied zwischen sparsam, geizig und haushälterisch kennen – dieselbe Sache, drei Urteile. Lernen Sie zu jedem neuen Wort ein Synonym und dessen anderen Beiklang (Konnotation). Wer Nuancen beherrscht, trifft immer den richtigen Ton.
8
Pausen, Tempo, Endungen
Eloquenz ist auch Vortrag: Sprechen Sie langsamer, als sich richtig anfühlt. Setzen Sie vor wichtigen Aussagen eine Pause – sie ersetzt jedes „ähm“ und wirkt souverän. Und sprechen Sie Satzenden bewusst zu Ende: Wer die letzte Silbe verschluckt, verschenkt die Wirkung des ganzen Satzes.
9
Rhetorische Werkzeuge gezielt einsetzen
Ein Trikolon für die Kernbotschaft, eine Anapher für den großen Moment, eine rhetorische Frage als Türöffner – mehr braucht eine gute Rede selten. Stilmittel wirken wie Gewürze: Eines, bewusst gesetzt, veredelt; zehn auf einmal verderben den Geschmack.
10
Das Umfeld spricht mit
Suchen Sie Gespräche mit Menschen, deren Sprache Sie bewundert – Wortschatz ist ansteckend. Diskutieren Sie, halten Sie kleine Vorträge, erklären Sie Kollegen komplexe Dinge einfach. Und nehmen Sie sich gelegentlich selbst auf: Die eigene Stimme vom Band ist der ehrlichste Lehrmeister.
Grundlage: klassische Rhetorik (Aristoteles, Cicero, Quintilian), moderne Lernforschung (Spacing- und Testing-Effekt) sowie aktuelle Ratgeber zu Eloquenz- und Wortschatztraining.